Radio Schweden

29 min

Die Themen am Montag, 17. März 2008

Gemeinsame Strategie
Schwedens Militär ist immer mehr gefordert, muss aber gleichzeitig auch sparen. Deshalb soll die Armeeführung nun im Auftrag der Regierung ausloten, wie eng sie in Zukunft mit den Armeen Norwegens und Finnlands zusammenarbeiten kann. Gleichzeitig äußert Verteidigungsminister Sten Tolgfors die Ansicht, dass Schweden mehr Soldaten in Afghanistan stationieren solle.
Clarissa Blomqvist

Zweifelhafte Transaktionen
Lange bevor Banken Überweisungssysteme eingeführt haben, gab es mit Hawala eine Möglichkeit, Geld schnell, vertraulich und kostengünstig zu transferieren. Auch unter Somaliern in Schweden ist das System beliebt, denn für sie ist es oft die einzige Möglichkeit, Geld an ihre Verwandten am Horn von Afrika zu schicken. Doch weil Hawalas sich nicht selten jeglicher staatlicher Kontrolle entziehen, sind sie auch schon für Terroristen und für Geldwäsche interessant geworden. Genau davor warnt nun die internationale Organisation gegen Terrorfinanzierung, FATF.
Liv Heidbüchel

Überschüssige Mittel
Den Landwirten in der Europäischen Union geht es gut – so gut, dass sie nach Ansicht der EU-Kommission weniger Beihilfen benötigen. Schließlich seien nicht zuletzt dank höherer Getreidepreise die Einkommen der Landwirte kräftig gestiegen. Also will Brüssel Beihilfen senken und in die strukturelle Entwicklung ländlicher Gebiete stecken. Schwedens Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson unterstützt diesen Vorschlag, andere EU-Länder sind weniger begeistert. Beim EU-Ministertreffen deutet sich Krach an.
Anne Rentzsch

Leergefischtes Meer
Melker Andersson hat genug. Die ständigen Alarmmeldungen über den Rückgang der Fischbestände in der Ostsee haben den Stockholmer Gastronomen dazu veranlasst, Ostsee-Dorsch von der Speisekarte zu streichen. Anderssons Aktion war der Beginn eines landesweiten Verbraucherboykotts, denn zahlreiche Einrichtungen des Landes sind seinem Beispiel gefolgt. Schwedens Fischer fühlen sich zu Unrecht angeprangert. Andersson zielt mit seiner Kritik aber auch auf die EU-Fischereipolitik, der es nicht gelungen sei, für eine nachhaltige Fischerei zu sorgen.
Alexander Budde

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