Spiegel der Woche

24 min

Die Themen am 2. und 3.2.2008

Ericsson entlässt 1000 Mitarbeiter
Der Mobilfunkriese Ericsson hat im letzten Quartal 2007 nicht mehr so hohe Gewinne gemacht wie im Jahr davor. Und da der Konzern für das laufende Jahr mit einem Nullwachstum rechnet, tut er das, was Unternehmen in solchen Fällen häufig tun: Er entlässt Mitarbeiter. 1.000 sollen es in Ericssons schwedischen Werken in Gävle und Kumla sein - und die gehen freiwillig, wie es offiziell heißt.

Immer mehr Schweden in der Schuldenfalle
400.000 Menschen in Schweden sind überschuldet. Das zeigt eine Statistik der schwedischen Gerichtsvollzieher. Sie stehen bei Banken, Firmen oder auch beim Staat in der Kreide. Nun befasst sich auch das schwedische Parlament mit der Frage.  Denn es gibt Stimmen, die sagen, dass die Behörden des Landes ihren Teil dazu tun, dass Menschen in der Schuldenfalle landen.

Bessere Löhne für Schwedens Lehrkräfte
Schwedens Lehrkräfte sind im Vergleich zu den deutschen Beamten chronisch unterbezahlt. Nun jedoch steht ihnen eine ordentliche Gehaltserhöhung ins Haus. Die neue Tarifrunde hat für die 220.000 Lehrer und Pädagogen eine Lohnsteigerung von 10,2 Prozent in den kommenden drei Jahren beschlossen. Die Verhandlungen über neue Arbeitszeiten dauern allerdings noch an.

Prostitutionsgesetz im Gespräch
Seit neun Jahren hat Schweden ein Gesetz, das den Kauf von sexuellen Diensten unter Strafe stellt. Dieses Gesetz wird in Schweden und im Ausland heiß diskutiert, und immer spielt dabei eine Rolle, ob das Gesetz denn die Situation für die Prostituierten wirklich verbessert hat. Die Meinungen darüber gehen auseinander. Oftmals sind die Prostituierten lediglich von der Straße verschwunden. Ihre Dienste bieten sie stattdessen in Massage-Studios an und immer häufiger übers Internet. Gespräch mit Susanne Dodillet, Ideenhistorikerin an der Universität Göteborg über das Für und Wider des schwedischen Sexkauf-Gesetzes.

Eine Farbe mit langer Tradition
Romantische rote Häuschen bestimmen weitläufig das Bild der Deutschen von Schweden. Und traditionell werden die Häuschen mit „Faluröd” erst richtig schön schwedisch. Diese Farbe wird seit 400 Jahren auf dieselbe Art und Weise hergestellt, wichtigste Ingredienz sind die Kupferpigmente aus der stillgelegten Kupfer-Grube in Falun. In Deutschland ist ”Falu Rödfärg” auch bekannt als Schweden-Rot oder Faluner Farbe. 

Änderungen vorbehalten

Redaktion und Moderation: Clarissa Blomqvist

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