Schweden in der Doppelrolle

Im Kalten Krieg kombinierte Stockholm seine offizielle militärische Allianzfreiheit mit der geheimen Strategie, sich im Kriegsfall auf die Seite des Westens zu schlagen. Gleichzeitig führte die Regierung eine aktive Aussenpolitik - der damalige Ministerpräsident Olof Plame machte sich damit viele Freunde, aber auch Feinde.

  • Russland-Phobie nach Ukrainekrise

    Schweden ist dabei, seine Position gegenüber Russland neu zu definieren. Politiker und Russlandkenner reagieren auf die Ereignisse in der Ukraine und Vorwürfe aus Moskau.

  • Symposium zu Austausch mit ostdeutschen Kirchen

    Die evangelische Schwedische Kirche will ihre Verbindungen zur Kirche in der DDR und die Folgen des regen Austauschs zwischen den beiden Ländern genauer untersuchen. Dieses Signal ging von einem Symposium zum Thema am Wochenende im südschwedischen Växjö aus.

  • Radio-Serie #minflykt

    Bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Menschen in Not blickt Schweden auf eine lange Tradition zurück. Mit einer umfassenden Serie widmen sich nun die Redaktionen des Schwedischen Rundfunks
    vielen Flüchtlingsschicksalen. In dieser Reihe sprach Radio Schweden mit dem Journalisten Hans Wachholz.

  • Deutscher Chef am renommierten SIPRI

    Das Internationale Friedensforschungsinstitut SIPRI in Solna nahe Stockholm gilt als einer der einflussreichsten Think-Tanks in Sachen Waffenhandel und Konfliktforschung. Vor allem die regelmäßigen Länder-Rankings zum Rüstungsgeschäft haben das 1966 gegründete Institut weltweit bekannt gemacht. Seit Januar diesen Jahres steht der deutsche Ökonom Tilman Brück, vormals Professor an der Humboldt-Universität in Berlin, dem legendären Think-Tank vor. Radio Schweden sprach mit dem neuen SIPRI-Chef über die Zukunft des Instituts, über das weltweite Rüstungsgeschäft und welche Rolle Schweden dabei spielt.

  • Enthüllungen in Växsjö

    Die Nachricht, dass der DDR-Nachrichtendienst offenbar auch die schwedische Kirche systematisch ausspioniert hat, hat in Schweden große Aufmerksamkeit  gefunden. Das Kirchenstift Växjö dienste der Stasi 30 Jahre lang als Informationsquelle – im Herbst will das Stift nun auf einer Sonderkonferenz mehr Klarheit über die Geschehnisse gewinnen und nicht zuletzt die eigene Rolle kritisch hinterfragen. Schwedische Forscher begrüßen das Bemühen, die weitreichenden Verknüpfungen zwischen Schweden und der Stasi unter die Lupe zu nehmen.

  • Forschungskonferenz im Herbst

    Die Stasi hat anscheinend auch die Schwedische Kirche systematisch ausspioniert. Wie ein Mitglied der Schwedischen Kirche dem Fernsehsender TV4 bestätigt, wurde das Stift im südschwedischen Växjö im Zuge einer Zusammenarbeit mit einer Gemeinde in Greifswald unterwandert.

  • Fall „IM Thomas“ zieht Kreise

    Die Aufdeckung der Identität des über Jahrzehnte treu arbeitenden „IM Thomas“, eines Pfarrers in Luleå, ist erst der Anfang von Schwedens Aufrollen seiner Stasi-Vergangenheit. Dies mutmaßt der wissenschaftliche Mitarbeiter der Stasiunterlagenbehörde und Professor an der Hochschule Gotland, Helmut Müller-Enbergs. Radio Schweden hat mit Müller-Enbergs über das enorme Interesse der Schweden an den Stasispionen gesprochen, über die Bedeutung der jüngsten Enthüllungen für die in Verruf geratene Historikerin Birgitta Almgren und darüber, warum IM Thomas so lange unbescholten in Schweden leben konnte.

  • schweden/usa

    Ein amerikanischer Staatsbürger, der vor 28 Jahren aus der US-Luftwaffe desertiert und nach Schweden geflüchtet war, hat sich jetzt den Behörden der USA zu erkennen gegeben. Nach einem Bericht der Zeitung Dagens Nyheter hatte der in Deutschland stationierte Amerikaner 1984 seine Einheit bei Augsburg unerlaubt verlassen. Er ließ sich unter falschem Namen in Schweden nieder und gründete hier eine Familie.

  • Schweden und die Stasi

    Die gerichtlichen Ermittlungen gegen die Historikerin Birgitta Almgren sind eingestellt worden. Nach der Veröffentlichung ihres Buches „Nicht nur Spione“ über Stasi-Verwicklungen schwedischer Bürger war die Forscherin von mehreren Personen beschuldigt worden, gegen die behördlich angeordnete Vertraulichkeit verstoßen zu haben.

  • Ohne schwedisches Zutun gesunken

    Ein im vergangenen Jahr südlich der Insel Gotland entdecktes gesunkenes U-Boot ist offenbar nicht von der schwedischen Marine versenkt worden. Das wurde nach längeren Untersuchungen aus dem Verteidigungsministerium bekannt.

  • Kalixlinie

    Die Erinnerungen an den Kalten Krieg sind in Norrbotten noch heute sehr lebendig. Die Nähe zu Russland ließ viele Menschen, die unweit der Grenze zu Finnland wohnten, als Spione verdächtig erscheinen. In den Wäldern hatte das schwedische Militär Verteidigungsanlagen versteckt, die sogenannte Kalixlinie. Nach der Enttarnung des hochrangigen schwedischen Militärs Stig Wennerström, der jahrelang für die Sowjetunion spionierte, war der Nachrichtendienst Säpo bemüht, Spione früh zu enttarnen. 1976 verhafteten sie in dem Dorf Morjärv, unweit der Verteidigungslinie Sanfrid Eriksson, den Morjävsmannen, und beschuldigten ihn der Spionage für die Russen. Seine Frau hat nun ein Buch über seine Geschichte geschrieben.

  • „Whiskey on the Rocks"

    Vor 30 Jahren, am 27. Oktober 1981, lief in den Schären vor Karlskrona ein sowjetisches Atom-U-Boot auf Grund. Eine Verletzung der schwedischen Hoheitsgewässer durch den großen Nachbarn war offenkundig. Die Sowjetunion hat stets an ihrer Darstellung festgehalten, der Vorfall sei ein Navigationsfehler gewesen. In Schweden jedoch geht das Rätselraten weiter.

    Darüber, was die Besatzung des sowjetischen U-Boots weit drinnen in einem engen Fjord an der Ostseeküste wollte, haben sich schon viele Experten den Kopf zerbrochen. Heute noch fragen viele Besucher des Marinemuseums im 30 Kilometer entfernten Karlskrona: Hatte sich das U-Boot verfahren oder nicht?

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