Jedes Jahr das selbe Elend

Sie kommen aus Bulgarien, China, Thailand, Vietnam oder Russland. Immer wieder werden Beerenpflücker und Waldarbeiter aus Niedriglohnländern unter Vorspiegelung falscher Tatsachen für die schwedischen Ernte angeworben. Und immer wieder sind sie in Bedrängnis: In elenden Unterkünften, zu unerfüllbaren Akkordanforderungen, ohne die versprochenen Lebensmittel und oft ohne Bezahlung oder das nötige Geld für die Heimreise. In der schwedischen Bevölkerung und in den Medien ist von einer humanitären Frage die Rede. In der Realität geschieht wenig, um die alljährlich wiederkehrende Not der ausländischen Beerenpflücker zu verhindern.

  • Bettler
    Polizei soll Straftaten gegen Bettler unter die Lupe nehmen

    Innenminister Anders Ygeman möchte genaueres über die Hintergründe der Kriminalität gegen Bettler wissen.

  • Flyktingar räddas av svenska Kustbevakningens fartyg på Medelhavet. Foto: Kustbevakningen/TT.
    Hintergrund – Menschenschmuggel
    Häufig schwierige Beweislage

    In Schweden operieren rund 40 kriminelle Schlepperbanden mit dem Schmuggel von Flüchtlingen nach Schweden. Laut Angaben der Tageszeitung Dagens Nyheter wurden in den letzten Jahren jedoch nur wenige Täter auch tatsächlich vor Gericht gebracht.

  • Mehr Gelder für Grenzschutzmission "Triton"

    Die EU will die Gelder zur Verhinderung von Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer erhöhen und härter gegen Schlepper vorgehen – Schwedens Ministerpräsident Löfven nimmt zum Vorschlag, mit militärischen Spezialeinheiten gegen Schlepperbanden vorzugehen und etwa deren Boote zu zerstören, eine vorsichtige Haltung ein.

  • Schwedische EU-Kommissarin vor dem Gipfel
    Vielen mangele es am politischen Willen

    Die schwedische EU-Kommissarin Cecilia Malmström wirft vielen EU-Ländern einen mangelnden Willen zur Hilfe vor.

  • Nach Flüchtlingstragödie
    Italienische Behörden ermitteln

    Italienische Behörden haben in Palermo auf Sizilien ein Netzwerk von Menschenschmugglern aufgedeckt, das offenbar auch Verbindungen nach Schweden hat.

  • Mit mehr „Reise-Courage“ Kindern in aller Welt helfen

    Sexuellen Missbrauch von Kindern aufklären helfen, kann jeder - auch im Ausland. Darauf weist die neue Kampagne „Reise-Courage“ des Sozialministeriums hin. Mit der Aktion sollen Schweden aufgefordert werden, im Urlaub Alarm zu schlagen und schwedische Behörden einzuschalten.

  • Saisonarbeiter
    Hilfsorganisation warnt

    Am Mittwoch beginnt die schwedische Hilfsorganisation Swedwatch mit einer Bestandsaufnahme der Situation ausländischer Beerensammler. Aufgrund des schlechten Ernteertrags gibt es Anlass zur Sorge.

  • Europarat:
    Arbeitsausbeutung soll effizienter bekämpft werden

    Der Europarat kritisiert Schweden, weil das Land nicht genug gegen die Art von Menschenhandel unternimmt, bei der Menschen durch Arbeit ausgebeutet oder in die Kriminalität gezwungen werden.

  • Umstrittener Vorstoß von Amnesty International

    Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat mit dem Vorschlag, sich für die Entkriminalisierung der Prostitution einsetzen zu wollen, in Schweden heftige Kritik ausgelöst. 

  • Situation der Beerenplücker

    Die Situation der Menschen, die zum Pflücken von Beeren aus anderen EU-Ländern nach Schweden kommen, ist oft heikel. Nach Angaben der Behörden gegenüber dem Schwedischen Rundfunk sind auch in dieser Saison erneut Fälle von Menschenhandel und erzwungener Prostitution bekannt.

  • Wirtschaftskrise in Südeuropa

    Im Zuge der Wirtschaftskrise, die vor allem den Süden Europas in den letzten Jahren hart getroffen hat, konzentrieren sich Menschenhändler derzeit verstärkt auf Skandinavien als Markt für Zwangsprostitution. Dies ist einer der Hauptgründe für die drastisch angestiegene Zahl an Opfern von Menschenhandel in Schweden, erklärt Kriminalinspektor Per Hjort von der Spezialeinheit der Stockholmer Polizei für Zwangsprostitution im Interview mit Radio Schweden.

  • „Moderner Sklavenhandel"

    In Schweden ist in den vergangenen Jahren ein kräftiger Anstieg bei Zwangsprostitution und anderen Formen von Menschenhandel zu verzeichnen gewesen. Zwischen 2008 und 2010 hat sich die Zahl der von den Behörden registrierten Fälle mehr als verdreifacht. Das geht aus einem Bericht der EU-Kommission hervor, den die zuständige Kommissarin Cecilia Malmström am Montag vorgestellt hat.

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