Bergbau

Die Bergbau ist eine traditionsreiche schwedische Industrie, die aus einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf erwacht. Bis in die 1970er Jahre konnte Schweden gut von seinen Rohstoffen leben. Dann führte die Konkurrenz aus anderen Weltteilen zu Rückgang und Umstrukturierungen. In den 1990er Jahren wurde die staatliche Finanzierung der Branche allmählich beendet und der Übergang zur Privatisierung eingeleitet. Auch die Preise für Metalle und Mineralien sind seit dem weltweit gestiegen.

Schon im 12. Jahrhundert wurde in Falun das erste Kupferbergwerk eröffnet. Im 17. Jahrhundert war der Ort mit einer Produktion von zirka 3 000 Tonnen die wichtigste Kupferstadt der Welt.  

Die nordschwedischen Eisenerzadern wurden im 18. Jahrhundert entdeckt, aber erst im 19. Jahrhundert mit der Industrialisierung ausgebeutet. Die Nachfrage nach hochwertigem schwedischem Erz war groß. Daneben wurden auch Blei, Silber, Zink, Gold, Erdöl, Pyrit und Uran gefördert. Ungefähr 15 Prozent der heute bekannten Uranvorkommen auf der Welt befinden sich in Schweden.

  • Industrie
    Schwerer Schlag für Bergbau-Gemeinde

    Das Bergbauunternehmen Northland im nordschwedischen Pajala hat die Einstellung des Betriebes auf unbestimmte Zeit mitgeteilt.

  • Umschuldung von Northland geht weiter

    Das angeschlagene Bergbauunternehmen Northland hat zum wiederholten Male einen Konkurs abwenden können.

  • Gesetze schützen nicht 100%ig

    Auf der Suche nach Bodenschätzen machen die Bergbauunternehmen auch vor Naturschutzgebieten nicht halt. Erst im Frühjahr erteilte die zuständige Behörde dem Unternehmen Jokkmokk Iron Mines die Genehmigung, ein 400 Quadratkilometer großes Gebiet in Lappland nach Mineralien genauer zu untersuchen – eine Fläche, die sogar als „Natura 2000“- Gebiet anerkannt ist, also von der EU als besonders schützenswert angesehen wird. Das schwedische Gesetz aber schützt nicht 100%ig vor industriellen Eingriffen.

  • Hoffnung auf "informelle Lösung"

    Das Grubenunternehmen Northland AB befindet sich erneut in Schwierigkeiten und stellt mit sofortiger Wirkung die Zahlungen ein, das teilte das Unternehmen am Montag in einer Pressemitteilung mit.

  • Geologie-Amt digitalisiert 2000 Kilometer Bohrkerne

    Im nordschwedischen Malå unterhält das Schwedische Amt für Geologie ein Archiv der besonderen Art:  3000 Kilometer Bohrkerne aus 18.000 Löchern lagern dort ein. Jetzt wird ein Großteil von ihnen gescannt und online publiziert. Sinn der Aktion: Die Jagd der Bergbauunternehmen nach Mineralien und Erzen soll leichter werden.

  • Kiruna weicht dem Bergbau

    Die nordschwedische Stadt Kiruna muss wegen Bergbauaktivitäten auf einen neuen Standort versetzt werden – das staatliche Bergbauunternehmen LKAB wird dafür umgerechnet etwa 410 Millionen Euro beisteuern.

  • Gruben-Aufschwung in Svappavaara

    Das staatseigene Grubenunternehmen LKAB ist bei Probebohrungen bei den Gruben im nordschwedischen Svappavaara auf enorme Eisenerzvorkommen gestoßen. Nun rechnet das Unternehmen damit, die Gruben doppelt so lang nutzen zu können wie bisher berechnet. Die Gemeinde Kiruna freut sich bereits auf die Belebung der Region durch die vielen neuen Arbeitsmöglichkeiten. Auswirkungen auf die Umwelt und die Rentierzucht spielen nur eine untergeordnete Rolle.

  • Kräftiger Gehaltsanstieg

    Die beste Gehaltsentwicklung während des vergangenen Jahrzehnts erlebten männliche Arbeitnehmer in der nordschwedischen Provinz Norrbotten.

  • Drei Mal mehr Minen bis 2030

    Der Streit um neue Bergwerke vor allem in den kaum bevölkerten Gebieten Nordschwedens wird intensiver. Während Umweltschützer und Rentierzüchter Unterstützung von den Vereinten Nationen in ihrem Kampf gegen einen weiteren Ausbau erhalten, setzen viele Politiker ihre Hoffnungen auf die neuen Unternehmen für die Entwicklung ihrer Region. Neue Minen und Bergwerke schaffen Arbeitsplätze und helfen so die Entvölkerung ganzer Landstriche aufzuhalten, so das Argument der Befürworter. Experten warnen dagegen vor allzu großem Optimismus.

  • Kritik in neuem Bericht

    Die vier schwedischen Großkonzerne Volvo, Scania, Atlas Copco und Sandvik verstoßen gegen die Richtlinien der UNO für den Umgang mit Menschenrechtsfragen. Grund dafür sind Geschäfte mit der südafrikanischen Bergbau-Industrie, wie die Organisation Swedwatch in einem am Dienstag vorgelegten Bericht feststellt.

  • Nordschwedische Aktivisten mobilisieren in der Hauptstadt

    Mehrere hundert Menschen wollen am Wochenende in der Stockholmer Innenstadt gegen die Erschließung und Öffnung neuer Bergwerke in Nordschweden demonstrieren. Im Stockholmer Kungsträdgåden haben Vertreter der samischen Urbevölkerung fünf traditionelle Koten aufgestellt, in denen sie das Wochenende verbringen wollen.

Du hittar dina sparade ljud i menyn under Min lista