Der Advenskalender über die Abenteuer der Steinzeitfamilie ist politisch korrekt
Nach Rassismus-Vorwürfen

Umstrittenes Kinderbuch wird nicht mehr erscheinen

Der Verlag Bonnier Carlsen wird einen umstrittenen Band aus der beliebten Kinderbuchserie "Die Steinzeitkinder" (Barna Hedenhös) künftig nicht mehr herausgeben. Damit reagiert der Verlag auf Vorwürfe, die Darstellung von amerikanischen Ureinwohnern in dem Buch sei rassistisch.

Konkret geht es dabei um den Band "Die Steinzeitkinder entdecken Amerika" von Bertil Almqvist aus dem Jahr 1950. In der Erzählung bezeichnet der Vater der Steinzeitkinder die Ureinwohner Amerikas unter anderem als "Rothäute", während die Indianer die Neuankömmlinge aus Schweden wiederum wie Götter behandeln. Laut Verlag enthalte das Buch "überholte Wertvorstellungen" und werde deshalb aus zukünftigen Sammelausgaben der Abenteuer der Steinzeitfamilie gestrichen.

Mit dieser Entscheidung reagiert Bonnier Carlsen auf die scharfe Kritik des Regisseurs Jonathan Sjöberg, der die Bücher der Serie kürzlich als teilweise rassistisch bezeichnet hatte. Sjöberg hat beim diesjährigen Adventskalender des Schwedischen Fernsehens Regie geführt, der auf den Erzählungen Bertil Almqvists aufbaut, von den umstrittenen Passagen aber Abstand nimmt. Die Bücher über die Steinzeitkinder entstanden zwischen 1948 und 1971. Insgesamt gibt es 13 Bände, in denen die Familie unter anderem nach Ägypten, Paris oder Mallorca reist. Einige Bücher sind auch auf Deutsch erschienen.

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